Susanne Dettlaff im Interview: „Wer es schön haben will, muss sich auch einbringen.“

Susanne Dettlaff im Gespräch mit Frechenschau in ihrem Büro in der Stadtverwaltung Frechen.

Im Interview mit Frechenschau.de: Susanne Dettlaff ist die Leiterin der Abteilung Kommunale Liegenschaften und Wirtschaftsförderung der Stadt Frechen.
Bild: Susanne Neumann

Flair und Ambiente haben neben dem örtlichen Einzelhandel besonders viel Einfluss darauf, welche Gesamtnote Besucher einer Innenstadt geben. Zu diesem und weiter unten vorgestellten Ergebnissen kommt eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln, für die im vergangenen Jahr 60.000 Passanten in mehr als 120 deutschen Innenstädten (ohne Frechen) befragt wurden. Unter der Überschrift „Vitale Innenstädte im digitalen Zeitalter“ stellte IFH-Geschäftsführer Boris Hedde die Studie im Juni auf Einladung der Frechener CDU im Rahmen einer Bürgerveranstaltung in Frechen vor. Hintergrund: Die Frechener Innenstadt soll attraktiver werden. Schon vor drei Jahren hat der Rat der Stadt Frechen die Verwaltung mit einem „Rahmenplan Innenstadt“ beauftragt, der schwerpunktmäßig die Um- oder Neugestaltung der Frechener Fußgängerzone einschließen soll. Doch noch harrt er seiner Fertigstellung. Die Stadtplanerin und Architektin Susanne Dettlaff ist Leiterin der Abteilung Kommunale Liegenschaften und Wirtschaftsförderung der Stadt Frechen und mit alle Beteiligten im Gespräch. Susanne Neumann sprach mit ihr für Frechenschau.de über Zustand und Entwicklung der City.

Frau Dettlaff, welche Note geben Sie der Frechener Innenstadt?

Eine gute Zwei. Das ist mein Empfinden. Ich bin in der Mittagspause regelmäßig da, und ich empfinde die Frechener Fußgängerzone lebendig, auch durch das große Angebot von Außengastronomie. Da ist uns in den letzten Jahren einiges gelungen, auch durch die Gestaltungssatzung Innenstadt. Wir haben zum Beispiel für die Gastronomen einen bestimmten Möbel-Typ vorgegeben. Die Einzelhändler haben jetzt festgelegte und markierte Bereiche, in denen sie ihre Außenwaren anordnen dürfen. Und in der Satzung ist zum Beispiel auch geregelt, dass Schaufenster mit Werbung nicht komplett zugeklebt werden dürfen. Das alles macht das Gesamterscheinungsbild der Innenstadt einfach attraktiver und funktioniert meiner Meinung nach wirklich sehr gut.

Dabei beschweren sich Bürger immer wieder über das Erscheinungsbild der Fußgängerzone: besonders an Wochenenden und auch nach dem freitäglichen Markttag sei sie verdreckt und überall liege Müll herum. Auf Facebook werden Bilder von überfüllten Mülleimern oder dem Klüttenbrunnen gepostet, in dem Unrat schwimmt. Die SPD hat eine „Mängel-App“ nach Hürther Vorbild vorgeschlagen, mit der Bürger per Handy Missstände an die Stadtverwaltung oder die Stadtbetriebe melden könnten. Mit ihrem Vorschlag für eine „Frechen-App“ greift auch die CDU diese Idee auf. Würde man das Problem ihrer Meinung nach so in den Griff kriegen?

Ich finde es auch erschreckend, wie es  manchmal hier aussieht. Dabei wird die Stadt jeden Tag gereinigt.  Ich bin auch ratlos, wie man das in den Griff kriegen soll. Aber immer nur nach der Stadt zu rufen, ist auch nicht richtig. Es sind die Menschen, die hier leben, die mit ihrer eigenen Stadt unachtsam umgehen. Ich finde auch, es ist so ein bisschen unsere  Mentalität, zu sagen: ‚Jemand anders hat das schmutzig gemacht, dann muss das auch jemand anderes sauber machen.‘ Ich war neulich in Brügge. Die Stadt fällt auf durch ihre Sauberkeit. Aber da stehen die Händler morgens um 7 Uhr alle auf der Straße und säubern selber den Bürgersteig. Weil es ihnen auch wichtig ist für ihr Geschäft. Man kann nicht immer alles auf die öffentliche Hand abwälzen.

Bildzitat aus Facebook zu Müll in der Fußgängerzone

Bei Facebook hat ein Nutzer Fotos von Müll und Unrat auf Frechens Hauptstraße veröffentlicht. Andere Facebook-Nutzer kommentieren die Bilder mit entsprechenden Emoticons. Hier haben 98 Personen mit „verärgert“, „erschreckt“ oder „traurig“ reagiert .

 

Als Wirtschaftsförderin ist es Ihre Aufgabe, Geschäfte in die Innenstadt zu holen. Womit punkten Sie bei Interessenten?

Bei Ansiedlungen punktet Frechen immer noch durch die guten Zahlen, mit denen wir im Rhein-Erft-Kreis da stehen. Bei der allgemeinen Kaufkraft liegen wir auf Platz Zwei im Rhein-Erft-Kreis, und auf Platz Eins bei der Zentralitätskennziffer* (*gibt an, inwieweit der örtliche Einzelhandel in der Lage ist, überörtliche Kundschaft anzuziehen, A.d.R.).

Und das führt dazu, dass wir gerade auch für große Ketten attraktiv sind. Aber es scheitert dann oft daran, dass wir nicht die Ladenlokale in der entsprechenden Größenordnung zur Verfügung haben. Und zweites Problem ist die Stellplatz-Thematik. Obwohl die Kaufkraft hoch ist und Investoren wissen, dass sie Umsatz generieren könnten, gehen sie doch lieber auf die grüne Wiese, wo die Leute mit dem Auto vorfahren können. Aber das sind alles Themen, die wir jetzt auch über die neue Stellplatzsatzung angehen können

Brauchen wir denn mehr Parkplätze in der Innenstadt?

Eine Parkplatznot haben wir in der Innenstadt definitiv nicht, Parkplätze sind da. Der Parkplatz Matthiasstraße ist zum Beispiel  nicht immer komplett besetzt.  Das Parkleitsystem ist sicher noch verbesserungswürdig. Es ist  Luxus auf städtischen Stellplätzen umsonst parken zu können,  das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Und die gebührenpflichtige Tiefgarage unter dem Geschäftshaus mit Woolworth und Rossmann, dem Gold-Krämer-Haus und dem Rathaus ist auch oft nur zu fünf Prozent ausgelastet. Wir sind in intensiven Gesprächen mit dem neuen Besitzer, um die Tiefgarage mit einem System zu versehen, bei dem Kunden z.B. über die Einzelhändler die Parkgebühren erstattet bekommen. Die neuen Eigentümer tun jetzt auch etwas an der Attraktivität der Tiefgarage und haben in einem ersten Schritt die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts beauftragt. Die Einfahrt an der Dr.-Tusch-Straße ist auch nicht gut wahrnehmbar, da muss man nochmal über ein Beschilderungssystem nachdenken – auch für die Fußgänger, damit die auch wieder in die Tiefgarage zurückfinden.

Tiefgarage in Frechen

Die Tiefgarage unter dem Geschäftshaus mit Woolworth und Rossmann, dem Gold-Krämer-Haus und dem Rathaus ist nicht ausgelastet. Bild: Susanne Neumann

 

Parkmöglichkeiten spielen bei der Bewertung von Innenstädten laut der IFH-Studie zur Vitalität von Innenstädten natürlich auch eine Rolle. Einen größeren Effekt auf die Gesamtbewertung von Innenstädten hat allerdings das Einzelhandelsangebot. Welche Möglichkeiten haben Sie als Wirtschaftsförderin der Stadt, das Angebot in der Innenstadt zu beeinflussen?

Wenn wieder ein Ladenlokal frei wird, können wir die Eigentümer informieren, welche Branchen laut Einzelhandelskonzept bei uns noch unterbesetzt sind. Das Einzelhandelskonzept trifft ganz konkrete Aussagen, welche Segmente gut versorgt sind, welche überversorgt sind, und welche im Zweifelsfall auch unterversorgt sind. Als Strauss Innovation gegangen ist, haben wir dem Eigentümer des Gebäudes zum Beispiel einige Namen von Einzelhändlern nennen können, die Interesse an einem Standort in der Frechener Innenstadt haben. Auch über die Woolworth-Ansiedlung sind wir froh. Ich finde, dass sich das vom Bedarf her gut einfügt und den Strauss auch ein bisschen ersetzt. Worüber wir uns immer noch freuen würden, wäre ein großer Sportartikelanbieter ein Bürofachgeschäft oder einen Biosupermarkt. Aber es fehlen entsprechende Flächen.

Dabei stehen in der Innenstadt immer wieder Geschäfte leer. Einige schon lange, wie das an der Stadtbahn-Haltestelle „Frechen Rathaus“ …

Ja, da kommt man einfach nicht dran. Das Objekt gehört einem Immobilienfonds. Oftmals besteht überhaupt kein Interesse das zu vermieten, da die Verbindung zu Frechen nicht besteht und sie die Mieteinnahmen anscheinend wohl nicht benötigen. Das Gebäude, in dem Strauss Innovation war, gehörte auch zu einem Immoblilienfonds. Aber da haben wir jetzt Glück, dass ein neuer Eigentümer aktiv ist, der auch einiges tun will an der Immobilie.

Warum siedeln sich andererseits so viele so genannte „Ein-Euro-Läden“ an?

Die Eigentümer vermieten an die Ketten, die gut bezahlen. Oftmals zahlen die Ein-Euro-Läden die hohen Mieten – und zwar auch ohne, dass der Eigentümer investiert. Natürlich ist es verständlich, dass Eigentümer gerne an Interessenten vermieten, die keine Investitionen fordern. Aber es behindert natürlich eine Entwicklung, wenn man nicht als Gemeinschaft etwas an der Attraktivität der Immobilien tut.

Können Sie als Stadt nicht sagen, jetzt ist mal Schluss mit den Ketten?

Nein, da gibt es rechtlich überhaupt keine Handhabung. Das ist der ganz normale private Immobilienmarkt, da können wir nicht eingreifen. Wir können nur vermitteln. Und das machen wir ja auch bis zu einem gewissen Grad. Das Café „Mein lieber Scholz“ hätten wir zum Beispiel gerne in Frechen wieder platziert. Die Café-Betreiber haben zahlreiche Gespräche geführt und wollten unter anderem auch in ein leer stehendes Geschäft. Letztendlich ist das daran gescheitert, dass der Eigentümer des Gebäudes keinen gastronomischen Betrieb im Haus wollte. Das ist das Recht des Eigentümers, da können wir nicht eingreifen.

Warum hat das Café Scholz auf der oberen Hauptstraße denn zu gemacht?

Wegen der Entwicklung der oberen Hauptstraße in Bezug auf die derzeitigen Nutzungen durch Spielhallen in der Nachbarschaft.

Aber bei der Ansiedlung von Vergnügungsstätten, wie eben Spielhallen, können sie doch regulierend eingreifen?

Ja, und da sind wir planungsrechtlich auch dran. Aber das dauert jetzt alles seine Zeit, bis die Pläne und Konzepte greifen. Und die Idee ist ja jetzt auch, auf der oberen Hauptstraße schwerpunktmäßig Wohnraum zu schaffen. Wo Menschen leben, wird auch eingekauft. Deswegen finde ich es für die Frechener Innenstadt auch wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Im Erdgeschoss kann sich nach wie vor auch Einzelhandel ansiedeln, das werden wir planungsrechtlich nicht ausschließen. Aber der Schwerpunkt des zentralen Versorgungsbereichs soll im unteren Bereich der Hauptstraße, der Fußgängerzone, liegen.

Orientieren sie sich bei der Entwicklung des Versorgungsbereichs in der Innenstadt eigentlich an den Bedürfnissen der Frechener oder sind die Konzepte auch für Kunden von außerhalb?

Im Optimalfall für beide. Man wird in Frechen kein Einkaufszentrum mit Strahlkraft nach außen schaffen. Und natürlich ist das Angebot am Wichtigsten für die Frechener Bürger selber. Damit die Kaufkraft möglichst in Frechen bleibt. Es ist aber auch wichtig, dass Menschen von außerhalb, die zum Beispiel den Wochenmarkt, ein Fest wie den Töpfer- oder Martinsmarkt besuchen oder oder wegen der guten Arztversorgung nach Frechen kommen, dann gerne noch in der Fußgängerzone bleiben – und ein Eis essen oder einkaufen gehen. Das ist so ein Mitnahmeeffekt. Meine Mutter lebt in Hürth, sie kommt zum Beispiel noch alle drei, vier Wochen zum Freitagsmarkt in Frechen. Und im Zweifelsfall kauft sie dann auch noch was in der Fussgängerzone. Eine hohe Aufenthaltsqualität ist da der Dreh- und Angelpunkt: Man muss einerseits die Geschäfte haben, andererseits eine Wohlfühlatmosphäre, in der man gerne noch ein Stündchen auf und ab geht und dann auch in das eine oder andere Geschäft.

 

Außenwaren in der Kugelahorn-Allee in der Fußgängerzone in Frechen

Die Einzelhändler in der Frechener Fußgängerzone haben laut Gestaltungssatzung einen markierten Bereich vor ihren Geschäften, in denen sie Waren ausstellen dürfen. Was mit der dichten Kugelahorn-Allee passiert, ist offen. Aktuell gilt der Beschluss des Umweltausschusses vom 15. November 2012, Bäume in der Fußgängerzone nur dann auszutauschen, wenn sich ein akuter Handlungsbedarf ergibt.
Bild: Susanne Neumann

 

Flair und Ambiente einer Innenstadt haben laut IFH-Studie neben dem Einzelhandel einen besonders hohen Einfluss auf die Gesamtbewertung einer Innenstadt und bieten auch ein hohes Optimierungspotential. Dabei haben die Gebäude und Fassaden, die das Stadtbild prägen, den größten Effekt auf Flair und Ambiente einer Innenstadt. Frechen hat zwar ein schönes historisches Rathaus und auch einige ansehnliche Häuserfassaden an der Fußgängerzone. Doch es gibt Handlungsbedarf. Der Streit um die Kugelahorn-Allee ist da nur ein Aspekt. Als Teil der Rahmenplanung Innenstadt wird immer noch an einem Gesamtkonzept zur Gestaltung der Fußgängerzone gearbeitet. Wann können die Bürger denn mit einer neuen Fußgängerzone rechnen?

Es wird nicht so sein, dass die Stadt eine Planung macht und dann jemanden beauftragt, mit öffentlichen Mitteln die ganze Fußgängerzone komplett neu zu gestalten. Dafür sind keine Mittel da, und dafür ist Frechen auch einfach zu schön. Im Idealfall haben wir Ende nächsten Jahres ein Konzept für die Fußgängerzone, das mit der Politik abgestimmt ist und das man dann Stück für Stück umsetzen kann – eine Art Maßnahmenkatalog, in dem . auch das Thema Bäume mit aufgegriffen wird. Und wir müssen schauen, was man an Kleinigkeiten machen kann: mit Sitzbänken, Mülleimern, eben mit allem, was den öffentlichen Raum ausmacht. Dann kann man zum Beispiel schon mal die in die Jahre gekommenen Betonkübel entfernen. Und dann bekommen wir vielleicht ein paar Spielgeräte für die Fußgängerzone, da sind dann die Einzelhändler als Sponsoren gefragt.

Es wird nur funktionieren, wenn die Geschäftsleute auch mitziehen und die Bereitschaft bei den Einzelhändlern da ist zu investieren. Wenn man es besonders schön haben will, muss man sich heute auch selber einbringen. Und mit ein bisschen Eigeninitiative kann man schon etwas bewegen, ohne dass es weh tut.

Auch kundenfreundliche Öffnungszeiten sind den Befragten der IFH-Studie wichtig. In Frechen sind die Öffnungszeiten aber zumindest nicht einheitlich …

An dem Thema ist der Aktivkreis Frechen* (*Zusammenschluss Frechener Geschäftleute, A.d.Redaktion) dran, aber auch für den Aktivkreis ist das schwierig, da machen leider auch nicht immer alle mit. Da fehlt bei den Geschäftsleuten auch noch ein bisschen der Wille, an einem Strang zu ziehen. Es gibt zum Beispiel viele Geschäfte, die Mittagspause machen. Dabei kaufen fast alle, die hier arbeiten, in der Mittagspause ein. Fast alle meine Kollegen und Kolleginnen im Rathaus erledigen ganz viel in der Mittagspause. Ähnlich ist es bei den verkaufsoffenen Sonntagen, da machen auch nicht immer alle mit. Und neulich wollte ich sonntags bei schönem Wetter in Frechen ein Eis essen gehen und da hatte die Eisdiele am Rathausplatz  zu. Wie kann ich sonntags in so einer Lage die Eisdiele zu machen?

Kommen wir noch zum Thema Internet, dem sich auch die IFH-Studie schwerpunktmäßig gewidmet hat. Einzelhändler klagen, dass der Onlinehandel ihnen Konkurrenz mache und dass Kunden ins Geschäft kommen, um sich beraten zu lassen, und den Artikel dann im Onlineshop kaufen. Die IFH-Studie zeichnet da ein differenzierteres Bild. Demnach nutzen zum Beispiel immer mehr Kunden das Internet, um sich gut über Artikel zu informieren, und sie kaufen dann in stationären Geschäften. Innenstädte können mit digitalem Service punkten: Laut der IFH-Studie wollen Kunden sich nicht nur online über die Geschäfte in der Innenstadt informieren, sondern sie schätzen zum Beispiel auch die Möglichkeit, im Internet bei stationären Geschäften bestellen zu können und die online bestellte Ware dort persönlich abholen zu können. Wie stehen Frechener Geschäftsleute zu diesen Themen?

Man wird die Entwicklung nicht mehr zurückdrehen, dass die Leute im Internet einkaufen. Die Geschäftsleute sollten das Internet nicht als Feind sehen, sondern als Chance, neue Märkte mitzunehmen. Ich bin da auch im Gespräch mit dem Aktivkreis Frechen. Internet und stationärer Handel können sich ergänzen. Es gibt da auch schon einiges. Ich habe mir zum Beispiel gerade eine kombinierte Werbe-App angeschaut, die Werbung aufs Handy schickt, und mit der der Kunde aber auch die Möglichkeit hat  beispielweise Prozente oder Parkgebühren erstattet zu bekommen.

Ins Bild passt, dass sich zwei Drittel aller Befragten kostenfreies W-LAN in Innenstädten wünschen. Diesen Weg hat die Stadt Frechen ja gerade beschritten und in einem Pilotprojekt rund ums Frechener Rathaus fünf Hotspots freischalten lassen, über die jeweils bis zu 500 mobile Geräte kostenfrei mit dem Internet verbunden werden können. Umsonst surfen funktioniert jetzt aber nur bis zum Klüttenbrunnen. Kann die Stadt nicht die ganze Innenstadt mit kostenfreiem Internet versorgen?

Nein. Für die Einrichtung der ersten Hotspots wurden im städtischen Haushalt 20.000 Euro eingeplant. Im nächsten Schritt sind die Einzelhändler gefragt, in Gastronomie und Geschäften freien Zugang zum Internet einzurichten.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Dettlaff.

Das Interview wurde autorisiert.

 

Mit einer Bürgerinformationsveranstaltung am 30. August um 18 Uhr im Stadtsaal werden die Frechener in einem ersten Schritt am Rahmenplan Innenstadt beteiligt. In einem zweiten Schritt werden ausgewählte Bürger an Workshops zur Gestaltung der Fußgängerzone teilnehmen können. (30.7.2017, sn)

1 Kommentar

  • Annemarie Jannes

    Sehr geehrte Frau Dettlaff,

    habe Ihr Interview mit Interesse gelesen und dabei festgestellt, dass Sie das Thema Rhein-
    braun vergessen haben. Wieviel Schmutz und Luftverschmutzung durch diese Firma in Frechen verursacht wird, erwähnen Sie überhaupt nicht. Fetthaltigen Ruß auf der Terrasse sowie Fensterbank, im Garten und auf den Dächern der Häuser, muß man in Frechen, wenn
    man dort wohnt, hinnehmen, des weiteren kommt noch eine gesundheitliche Beeinträchtigung hinzu. Der Volksmund sagt:“ Wir wohnen in der Klüttestadt Frechen.“
    Was die Kaufkraft der Geschäfte anbelangt, gibt es nur Billigläden. Nur vereinzelt findet man
    noch ein Qualitätsgeschäft. Dafür hat Frechen keine Klientel. Die nahegelegenen Einkaufszentren wie Weiden und Hürth sind für uns attraktiver.
    Wir wohnen seid 1973 in Frechen und haben den Rückschritt der Stadt bestens mitbekommen. Jeder hat sich darauf verlassen, dass der Andere was tut. Es ist dringend erforderlich und schnell.
    Eine Benotung mit gut, finde ich weit übertrieben.
    Zum Jahresende wurde uns von der Stadt Frechen mitgeteilt, dass die Straßenreinigung und
    der Räumdienst für Schnee im gesamten Stadtgebiet entfällt, obwohl wir als Eigenheimbesitzer genügend Gebühren zahlen müssen. Die Grundgebühren werden jedes Jahr saftig erhöht. Wie schmutzig es in Frechen ist, ist Ihnen ja bekannt.

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