Ai Hagita und Dilberay Köle – Ausstellung „mit meinen Augen“ im Stadtsaal

Bilder: Arbeiten von Dilberay Köle (l.) ; Ai Hagita (r.)

 

Im Rahmen der Frechener Kulturwoche, die unter dem Motto „Kulturen verbinden“ steht, zeigt der Kunstverein zu Frechen die türkische Künstlerin Dilberay Köle und Ai Hagita aus Japan im Dialog.

Die 1990 in der Türkei in in Osmaniye geborene Dilberay Köle  lebt und arbeitet in Berlin. Von 2007 bis 2011 studierte sie Malerei mit Abschluss Bachelor an der Marmara Universität in Istanbul. Von 2013 – 2015 erwarb sie den Master of Fine Art in Malerei  an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter. Von 2015 – 2016 war sie Meisterschülerin bei Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter ebendort. Seit 2010 hat sie Einzel- und Gruppenausstellungen in Istanbul und im Köln-Bonner Raum.

Bei  ihren Arbeiten  legt sie großen Wert auf den Ort, der drinnen oder draußen sein kann. Sie nimmt ihre Inspiration aus ihrer Umgebung, sowohl Außen- wie Innenräumen, und lässt sich dadurch beeinflussen. Sie sagt dazu:  „Mein Fokus liegt auf den sichtbaren Dingen  in  meiner  Umgebung.  Zuerst  suche  ich  den  Raum  aus  und  dann  das  Objekt,  welches  ich darstellen  möchte.  Meistens  arbeite  ich  mit  den  architektonischen  Objekten  in  einer  Stadt,  das gehört  zu  meinen  hauptsächlichen  Arbeiten.  Dabei  gebe  ich  einem  einfachen  Objekt  eine  neue Bedeutung, indem ich meinen Gedanken und Emotionen freien Lauf lasse.“

Dilberay Köle

Dilberay Köle im Kreishaus Bergheim 2018, Foto: Rose Schreiber

Die gebürtige Japanerin Ai Hagita lebt und arbeitet in Meerbusch. Sie begann das Studium der Malerei zunächst in Japan. Seit 1984 lebt sie in Deutschland und studierte von 1987-1991 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Prof. Alfonso Hüppi  war. Seit 1990 hat sie Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, z.B. in Galerien in Münster, im Haus der Modernen Kunst in Staufen oder in der Gallery Life Art in Matsuyama, Japan.

Ihre im Kunstverein ausgestellten Bilder – eine Verbindung aus Gouache und Papier-Relief, die gerade ihre Ausdrucksträger sind  – sowie die eingebrannten Zeichnungen auf kleinen Schalen und Kugeln aus hellem Ton strömen Ruhe, Kühle, Konzentration aus.

Über ihre Werke sagt sie sehr poetisch: „Ich schöpfe aus der Stille unhörbare, unsichtbare Dinge und fixiere Momentaufnahmen und Ausschnitte des Alltags auf die Bilder. Ich hoffe, dass jemand vielleicht aus den Bildern oder den Objekten ein eigenes Gedicht herauslesen kann.“

„mit meinen Augen“ – Frechener Stadtsaal, Oberes Foyer, Kolpingplatz 1
Ausstellungsdauer: 13.09. – 23.09.18, Mi-Sa 15-18h, So 11-18h
und zu den Bürozeiten des Kunstvereins Di +Do 10-13h