Christian Plück – Heimat in Bildern für einen guten Zweck

Christian Plück "Querschnitte" Austellung im Inklusiven Begegnungszentrum in Buschbell

Vergangenheit und Gegenwart seiner Heimat hat Christian Plück in zahlreichen Gemälden festgehalten, die bis zum 23. November im Inklusiven Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung ausgestellt sind.
Foto: S. Neumann

 

Christian Plück malt seit 50 Jahren. Eine stattliche Sammlung von Gemälden hat der gebürtige Grefrather, Jahrgang 1937, in all den Jahren geschaffen. Nun, da er nicht mehr so malen könne wie früher, wolle er gründlich „ausdünnen“, wie er es selber nennt, und zwar für einen guten Zweck: Das Hospiz des St. Katharinen Hospitals Frechen soll den gesamten Erlös aus dem Verkauf der Malereien erhalten, die bis zum 23. November im inklusiven Begegnungs- und Tagungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen-Buschbell ausgestellt sind.

Rund 100 Exponate hängen in den Ausstellungsräumen an den Wänden, viele weitere dürfen in thematisch sortierten Mappen durchforstet werden. Der höchste Preis für ein Gemälde liegt bei 130 Euro, der niedrigste bei 30 Euro.

Heimatgeschichte malerisch dokumentiert

Ein Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens ist die malerische Dokumentation seiner Heimat. In seinen Heimatbildern hat Christian Plück Ansichten von Straßenzügen und Gebäuden festgehalten, viele davon gibt es längst nicht mehr: Die alten Kirchen von Grefrath und Habbelrath zum Beispiel. Seine Zeichnungen bebildern häufig heimatgeschichtliche Ausstellungen, Dokumentationen und Bücher. Die Malerei wurde Bestandteil seiner langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit im Frechener Stadtarchiv. Auch sein Buch „Grefrath, Chronik eines Villedorfes“, das in den 1990er Jahren im Eigenverlag herausbrachte, enthält zahlreiche heimatgeschichtliche Darstellungen. Die Heimatforschung wurde sein zweites Hobby. Christian Plück ist Mitglied sowohl im Kultur- und Heimatverein Grefrath als auch im Frechener Geschichtsverein.

Christian Plück, Querschnitte, Ausstellung, erste Kirche Grefrath

In seinen Heimatbildern – hier die historische, erste Kirche von Grefrath – verwendet Christian Plück häufig Acryl und Aquarellfarben in Mischtechnik.
Foto: S. Neumann

Zur Ausstellung in Buschbell hat er aber auch viele Bilder von Sehenswürdigkeit und Stadtansichten mitgebracht, die noch aktuell sind: Vom Keramion zum Beispiel, vom Frechener Rathaus oder eine Stadtansicht von der Kölner Altstadt. Als früherer Maschinen-Steiger im Tagebau Frechen hat der Ingenieur, der später in die Frechener Steinzeugindustrie wechselte, außerdem den Braunkohleabbau in fabenfrohen Gemälden festgehalten.

Christian Plück, Blumenarrangement in der Ausstellung Querschnitte

Bunte Blumenarrangements sind ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung mit Werken von Christian Plück.
Foto: S. Neumann

Landschaftsbilder voller Sehnsucht

Landschaften und Blumen, die er am liebsten in Aquarellen festhält, sind weitere Schwerpunktthemen der Ausstellung. Die Landschaftsbilder entstanden zumeist nach Motiven und Eindrücken, die er und seine Frau von ihren Reisen „am liebsten an die See“ mitbrachten. So zeigen alle Landschaftsgemälde Orte, an denen der Maler selbst gewesen ist – außer jene von Rügen. Weil er dort noch nie war, nennt er seine Bilder von der Insel „Sehnsuchtsbilder“.

Christian Plück, Querschnitte, Ausstellung, Landschaftsbilder

Die gerahmten Landschaftsbilder von Nord- und Ostsee entstanden überwiegend nach Fotos und Vor-Ort-Skizzen. Foto: S. Neumann

Ein weiteres Thema der Ausstellung sind seine Tierportraits. Heimische und Haustiere zeichnet er so detail- und naturgetreu, dass sie Enzyklopädien bebildern könnten. Schließlich bietet er auch einige seiner abtrakten Gemälde an, in denen er architektonische Ansichten abstrahiert und für die er neben Aquarell- auch Acrylfarben benutzt.

Christian Plück, abstraktes Bild, Ausstellung Querschnitte

In den farbintensiven, abstrakten Gemälden von Christian Plück kommen auch Acrylfarben zum Einsatz. Foto: S. Neumann

Gelernt hat Christian Plück die Malerei in den 70er Jahren in Volkshochschulkursen bei Heinrich Müller-Wittgendorf, dem Mitbegründer des Kunstvereins zu Frechen. Er nahm an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen unter anderem mit dem Kunstverein Frechen und der Kunstgemeinschaft Kerpen teil. Im Jahr 2009 erhielt er für sein künstlerisches Schaffen den Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland.

 

Christian Plück – „Querschnitte“
Laufzeit: 03.11. – 23.11.2019,

Ort: Inklusives Begegnungs-  und Tagungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung,
Ulrichstraße 110, 50226 Frechen

Öffnungszeiten: mittwochs bis samstags 11 bis 16 Uhr

Eintritt frei, Tel. 02234-93303400

 

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