„Ganz Frechen profitiert und wir haben den Dreck“

Anwohnr der Brikettfabrik Wachtberg in Frechen Benzelrath trafen sich im November wegen der Staubniederschläge

Nachbarn der Brikettfabrik Wachtberg beschweren sich über wiederholten Staubniederschlag, der ihr Zuhause verschmutzt. Bislang haben ihre Beschwerden beim Betreiber RWE Power und der Bezirksregierung Arnsberg als Aufsichtsbehörde nicht viel geholfen.
Foto: Susanne Neumann

Im Oktober war es besonders schlimm: Sechsmal habe sie den schwarzen Dreck wegputzen müssen, der sich zumeist über Nacht auf Gartenmöbeln, Fensterbänken und ihren weißen Briefkasten niedergeschlagen hatte, berichtet Astrid Schulz aus der Sandstraße in Frechen-Benzelrath. Sie ist Anwohnerin der „Fabrik Frechen“, auch bekannt als Brikettfabrik „Wachtberg“. Der Energiekonzern RWE Power veredelt hier Rohbraunkohle zu den Brennstoffprodukten Brikett und Braunkohlenstaub. Die Rohbraunkohle wird gebrochen, gemahlen, getrocknet und brikettiert. Die dazu notwendige Energie wird über ein zugehöriges Kraftwerk mit zwei Dampfkesseln bereitgestellt, in denen neben Rohbraunkohle auch Klärschlamm mitverbrannt wird. Dabei wird sowohl Strom als auch Heißdampf für die Trocknung der Rohbraunkohle erzeugt. Was in der Fabrik vor sich geht, bekommen auch ihre Nachbarn zu spüren: „Abgesehen von dem Schmutz (…) müssen wir noch unangenehme Gerüche und häufig Lärm hinnehmen“, beschwert sich Astrid Schulz in einer E-Mail an die Bezirksregierung Arnsberg als Bergverwaltung und Aufsichtsbehörde. „(…) das geht langsam echt zu weit. Schließlich wohnen wir hier nicht im Kohlenpott der Siebziger Jahre!“

Astrid Schulz aus der Sandstraße hat weiße DIN A4-Blätter auf ihren Terrassentisch geklebt, um die Staubniederschläge zu dokumentieren.

Astrid Schulz aus der Sandstraße hat weiße DIN A4-Blätter auf ihren Terrassentisch geklebt, um den Staubniederschlag zu dokumentieren. Sie hat sich schon mehrfach beim Betreiber der Brikettfabrik und der Aufsichtsbehörde beschwert.
Foto: Susanne Neumann

Schmutziger Dampf entsteht bei der Kohletrocknung

Verursacht werden diese wahrnehmbaren Immissionen nach Angaben von RWE bei der Trocknung der Kohle („Immission“ ist das, was  ankommt/einwirkt, im Unterschied zur „Emission“, die das bezeichnet, was abgegeben/ausgestoßen wird, zum Beispiel von einer Fabrikanlage). „Beim Trocknungsprozess der Rohbraunkohle entsteht ein Gemisch aus Luft und Wasserdampf, das einen kohletypischen Geruch aufweist und Kohlestaubpartikel enthält“, erklärt Unternehmenssprecher Olaf Winter auf Anfrage von Frechenschau.de. Mittels Elektrofilter werden diese Staubpartikel eingefangen, bevor der Dampf die Kamine der Trocknungsanlagen verlässt.

Doch so richtig zuverlässig arbeiten diese Reinigungsanlagen offenbar nicht. Wie Andreas Nörthen, Sprecher der Abteilung Bergbau und Energie in NRW der Bezirksregierung Arnsberg bestätigt, könne es „insbesondere beim An- und Abfahren der Trocknungsanlagen je nach Wetterlage zu wahrnehmbaren Staubimmissionen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Fabrik kommen.“ Das haben die zuständigen Ansprechpartner bei der Bergverwaltung auch schon mehrfach gegenüber Anwohnern eingeräumt, die sich über Staubattacken beschwert haben. Seit diesem Sommer ertüchtigt RWE die Reinigungsanlagen nun nach eigenen Angaben für einen „einstelligen Millionen-Betrag“ mit moderner Steuerungstechnik, „um deren Wirkungsweise zu optimieren und die Emissionssituation der Fabrik weiter zu verbessern.“

Erstverschlimmerung

Wie es aussieht, haben aber gerade diese Verbesserungsmaßnahmen zu den gehäuften Staubniederschlägen der letzten Wochen geführt. Der Sprecher der Bergverwaltung bestätigt: „Dieses verstärkte Auftreten ist nach unseren Feststellungen bei der Einführung und Optimierung eines neuen automatischen EDV-gestützten An- und Abfahrprozesses bei den Staubtrocknungsanlagen aufgetreten, die eigentlich zur weiteren Minimierung solcher kurzfristigen Emissionen beitragen sollen.“ An der Optimierung werde noch gearbeitet, informieren Aufsichtsbehörde und Anlagebetreiber unisono. Olaf Winter von RWE: „Wir bitten bei den Anwohnern um Verständnis, falls es aktuell zu Belästigungen durch Staubpartikel gekommen sein sollte.“

Von Staubniederschlag verschmutztes Papiertuch, mit dem eine Anwohnerin der Brikettfabrik Wachtberg ihr Auto gereinigt hat.

Ihr Auto sei erst zwei Tage zuvor in der Waschanlage gewesen, als sie im Oktober wieder einmal eine dichte Dreckschicht auf dem Lack vorgefunden habe, schimpft Martina Kohls aus der Sandstraße. Sie hat Beweisfotos gemacht.
Foto: privat

Bei den Anwohnern aus Benzelrath, die sich im November wegen der jüngsten Staubattacken zusammengesetzt haben, kann von Verständnis nicht die Rede sein. Sie plagen sich auch nicht erst seit Oktober mit dem Dreck herum, den die Fabrik macht. Von der Bezirksregierung fühlten sie sich nicht ausreichend unterstützt. Vielmehr sei bei ihnen der Eindruck entstanden, dass die Aufsichtsbehörde eher mit dem Betreiber der Anlage zusammenarbeite, als Maßnahmen gegen die Staubattacken einzuleiten oder einzufordern. Auf Bitte um Stellungnahme dazu versichert der Sprecher der Aufsichtsbehörde: „Wie schon ausgeführt gehen wir jeder Beschwerde und jeder Meldung aus der Nachbarschaft der RWE Fabrik Frechen nach. Das Ergebnis teilen wir den Beschwerdeführern meistens schriftlich, oft aber auch telefonisch oder bei einem Gespräch vor Ort mit und erläutern dabei die von uns getroffenen Feststellungen und Prüfergebnisse.“

Ein stärkerer Staubniederschlag ist nicht relevant

Mehr kann man bei der Bezirksregierung scheinbar nicht tun – obwohl unstrittig ist, dass es wiederholt zu stärkeren Staubniederschlägen gekommen ist. Denn unter dem Strich werden alle gesetzlich vorgeschrieben Grenzwerte eingehalten – und zwar deshalb, weil sie auf das Jahr gemittelt werden! „Die Anlagen werden nach den uns vorliegenden Messergebnissen und nach unseren Kontrollen in Übereinstimmung mit den Genehmigungen betrieben“, informiert die  Aufsichtsbehörde. „Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber durch die Vorgabe eines Jahresmittelwertes als Grenzwert für Staubniederschlag vereinzelt auftretende höhere Belastungen toleriert.“ Was bedeutet: Staubattacken wie die im Oktober fallen nicht ins Gewicht. Solange sie nicht den Jahresmittelwert versauen, sind sie nicht relevant. Andreas Nörthen: „In der Tat stellen solche in der jüngeren Vergangenheit leider mehrmals aufgetretenen Emissionen eine sehr ärgerliche Belästigung der Nachbarschaft dar, die jedoch nicht zu Überschreitungen des gesetzlich einzuhaltenden Jahresmittelwertes führen.“

Eine Anwohnerin der Brikettfabrik Wachtberg hat nach einem heftigen Staubniederschlag den Fingertest gemacht:

Stärkere Staubniederschläge sind rechtlich nicht relevant – weil sie nicht gesondert ermittelt sondern im Jahresmittelwert nivelliert werden.
Foto: privat

Mit solchen Erklärungen wollen sich die Anwohner in Benzelrath allerdings nicht mehr abspeisen lassen. „Jeder Tag, an dem es rund um die Fabrik schwarz ist, ist ein Tag zuviel“, konstatiert der Lokalpolitiker Maximilian Singer, der in der Straße „Am Hang“ wohnt und von seiner Terrasse aus einen freien Blick auf die Schornsteine der Fabrik hat. Für Ende Januar haben er und weitere Beschwerdeführende aus der Nachbarschaft, darunter Sabine Stell, die in der Wilhelm-Hoffstadt-Straße wohnt, und Dr. Robert Höllering aus der Sandstraße, ein offizielles Treffen mit dem Anlagebetreiber und der Aufsichtsbehörde initiiert. Sabine Stell und Robert Höllering waren seinerzeit schon Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative Sauberes Frechen, die sich in den Jahren 2011 und 2012 erfolgreich gegen die Pläne von RWE einsetzte, mehr Müll im Kraftwerk der Fabrik mit zu verbrennen. Wenn alles nichts bringe, werde man eine Bürgerinitiative gründen, kündigen die Anwohner an. „Ganz Frechen profitiert von den Gewerbesteuereinnahmen von RWE und wir in Benzelrath haben den Dreck“, ärgert sich Sabine Stell. „Das ist nicht gerecht! Irgendeinen Ausgleich will ich haben.“

Grenzwerte für „Staub“

Bei dem Staubniederschlag in Benzelrath handelt es sich laut Bezirksregierung Arnsberg um Grobstaub und nicht um Schwebstaub (häufig als „Feinstaub“ bezeichnet). Als Grobstaub werden partikelförmige Luftverunreinigungen bezeichnet, die durch trockene Sedimentation und Niederschläge aus der Atmosphäre ausfallen (Deposition). Definitionsgemäß haben diese Partikel einen Durchmesser über 10 μm (1 Hundertstel Millimeter).

Für Staubniederschlag gibt es in der Technischen Anleitung für die Luftreinhaltung (TA Luft) sowohl einen Immissionsgrenzwert als auch Grenzwerte für die Emissionen (für Gesamtstaub). Der Immissionsgrenzwert zum Schutz vor erheblichen Belästigungen oder erheblichen Nachteilen beträgt als Jahresdurchschnitt (!) 0,35 g/m2d (Quadratmeter am Tag).

Die Emissionsgrenzwerte gelten als Vorsorgewerte zur Einhaltung des Immissionsgrenzwertes. Sie variieren je nach Anlagentyp und werden in mg/m3 festgelegt. „Die v. g. Werte sind (vom Anlagebetreiber, A.d.R.) sicher einzuhalten, und zwar selbstverständlich unabhängig von Witterungsverhältnissen oder anderen äußeren Einflüssen“, informiert ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg. „Der Betrieb der RWE Fabrik Frechen ist nur bei Einhaltung der Grenzwerte zulässig.“

„Meine Begeisterung für die Einhaltung von Grenzwerten hält sich in Grenzen“
(Prof. Dr. Horst Bannwarth)

Der Biologie-Professor im Ruhestand und Sachkundige Bürger im Ausschuss für Bauen, Verkehr und Umwelt der Stadt Frechen, Prof. Dr. Horst Bannwarth, war wie einige Nachbarn der Fabrik Gründungsmitglied der Initiative Sauberes Frechen und verfolgt die alljährlich veröffentlichten Emissionsberichte von RWE Power sorgfältig.  Er weist darauf hin, dass sich hinter dem Wert „Staub“ alles Mögliche verbergen kann.  „Kohlestaub absorbiert alles Mögliche“ erklärt Prof. Horst Bannwarth. „Kein Mensch weiß was. Die Kohlepartikel sind immer mit irgendetwas beladen. Das kommt darauf an, was sonst noch in der Luft ist.“

Komponenten von Staubniederschlag können nach Angaben des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) Blei, Kadmium, Arsen, Nickel oder Thallium sein. Da der Staubniederschlag entweder an Regentropfen gebunden ist oder aus grobkörnigem Material besteht, werde er nur zu geringen Anteilen eingeatmet und beeinflusse nicht direkt die Gesundheit, wie das LANUV auf seinen Internetseiten informiert. Der dauerhafte Eintrag von Luftschadstoffen führe jedoch zu schädlichen Bodenveränderungen.

Und wer misst wann wo?…

… wollte Frechenschau.de von der Aufsichtsbehörde genauer wissen. Hier eine Zusammenfassung der Antworten, die zu bekommen waren:

Die von der Fabrik Frechen einzuhaltenden Grenzwerte und Regularien sind in der Technischen Anleitung für die Luftreinhaltung (TA-Luft) sowie in Bundesimmissionsschutzverordnungen (BlmSchV) festgeschrieben. Alle Grenzwerte müssen eingehalten werden, damit die Bezirksregierung Arnsberg als Aufsichtsbehörde eine Betriebsgenehmigung erteilt, sowohl die für Emissionen als auch für die Immissionen.

Die Emissionen von Staub, NOx, SOx und CO im Braunkohlenkraftwerk und von Staub, NOx, SOx, CO, Gesamt-C, HCL und Hg bei der Mitverbrennung von Klärschlamm werden kontinuierlich durch die Technik vor Ort gemessen (die der TÜV kontrolliert) und mittels der sogenannten Emissionsfernüberwachung fortlaufend an die Bezirksregierung Arnsberg übermittelt.

Bei den stark wasserdampfhaltigen, feuchten Emissionen des Fabrikbetriebs (in Frechen) sei eine kontinuierliche Messung technisch jedoch nicht möglich, informiert die Bezirksregierung. Entsprechend der geltenden gesetzlichen Vorschriften werden an diesen Anlagen – also auch den Trocknungsanlagen – „wiederkehrende Emissionsmessungen“ durchgeführt. Genauere Angaben zu Häufigkeit und Frequenz gab es nicht.

Die Einhaltung der Immissionswerte, die durch definierte „anerkannte Stellen“ ermittelt werden, werde nur im Genehmigungsverfahren geprüft. Danach werden die Immissionen aufgrund der fortlaufenden Überprüfung der Emissionsgrenzwerte überwacht. Zusätzlich werde die Funktionsfähigkeit der Abgasreinigungen fortlaufend über die Stromaufnahme der Elektrofilter überwacht. So habe man erhöhte Staubemissionen der Fabrik Frechen an einigen Tagen im Oktiober daran ablesen können, dass die Stromversorgung der Filter gestört wurde.  

Regelmäßige Immissionsmessungen – also Messung dessen, was in der Umgebung „ankommt“ – seien gesetzlich nicht vorgeschrieben. Wenn RWE – wie aktuell – Staub-Immissionen in der Umgebung der Fabrik ermitteln lasse, geschehe das freiwillig und auf Kosten des Betreibers.

Die Staubniederschlagsmessungen werden im Umfeld der Fabriken von einem unabhängigen Messinstitut mit Hilfe von Bergerhoffmessgeräten durchgeführt und dann ausgewertet. Eine Messstation befinde sich im Rahmen einer aktuellen Immissionsmessung im Auftrag von RWE etwa 150 Meter von der Sandstraße entfernt. Die aktuelle Messperiode dauere noch an, erste Messergebnisse zeigten jedoch erneut keine Überschreitung bei dem Grenzwert für Staubniederschlag, informiert die Aufsichtsbehörde.

Die Bezirksregierung hat in den Jahren 2010 und 2015 eigene Staubniederschlagsmessungen im Umfeld der Fabrik Frechen vorgenommen. Dabei sei jeweils die sichere Einhaltung der zulässigen Grenzwerte nachwiesen worden, heißt es. Die Ergebnis ließen sich folgt zusammenfassen:

Messung 2010 (Juli – Dezember) in Bachem und Benzelrath:
Johann-Simon-Straße: 0,14 g/m2d
Fürstenbergstraße: 0,11 g/m2d
Feldweg von Gleueler Straße.: 0,10 g/m2d
Am Hang: 0,12 g/m2d
Dr.-Schulz-Straße.:0,15 g/m2d

Messung 2015 (Januar – Dezember):
Von-Klespe.Str. 3: 0,072 g/m2d
Am Hang 8 (Benzelrath): 0,075 g/m2d
Burgstr. 63: 0,057 g/m2d
Dr. Toll-Str. 55: 0,077 g/m2d
Fabrik Frechen (Parkplatz Süd): 0,130 g/m2d

Der Behörde lägen aus der laufenden Überwachung der Anlage keine Anhaltspunkte vor, dass sich die Immissionssituation zwischenzeitlich wesentlich anders darstelle, als in den Messzeiträumen 2010 und 2015, informiert die Aufsichtbehörde.

Um dem Verursacher des Staubniederschlags auf die Spur zu kommen, nahm die Bezirksregierung Arnsberg am 8. November dieses Jahres in der Außenanlage einer Wohnung in der Johann-Simon-Straße in Frechen-Bachem eine Staubprobe. Laut Untersuchungsbericht stammen über 70 % dieser Staubprobe eindeutig nicht aus der Fabrik Wachtberg. Die Probe bestehe zu 26 % aus Weichbraunkohle, heißt es. Und selbst diese könne nicht eindeutig der Fabrik Frechen zugeordnet werden. Anteile davon könnten auch aus der Hausverbrennung stammen.

 

5 Kommentare

  • Heinz

    Ich glaube sie haben noch nie Dreck gesehen. Komme aus Alsdorf wo die Zeche noch war das war Dreck. Wir können ja alles zumachen Hauptsache Sauber und keine Arbeit. Kann es langsam nicht mehr hören immer die böse RWE !!!!

  • Asuman Altay

    Grube Carl ist von dieser Luftverschmutzung ebenfalls extrem betroffen. In dem Artikel geht es hauptsächlich um die Verschmutzung der Gartenmöbel etc.
    Ich mache mir viel mehr Sorgen um meine Gesundheit als um den Schmutz an meinem Hab und Gut. Wir atmen tagtäglich diese feinen und groben schwarzen Partikel ein. Unsere Kinder wachsen mit diesem Schmutz in den Lungen auf.
    Und zu sagen, dass alles im grünen Bereich ist, nur weil der Grenzwert für den Staubniederschlag unter den Vorgaben des Jahresmittelwertes liegt, ist ein Witz!! Es muss endlich etwas passieren!

  • Stabel

    Als Anwohner der Fabrik (Rosenhügel) kann ich die Belästigung durch Staub und Lärm ebenfalls bestätigen. Das die durchgeführten Messungen vertrauenswürdig sind wage ich zu bezweifeln. Auf unserem Grundstück stand ebenfalls mal eine Mess-Station, in diesem Fall bzgl des Lärms. Wir stellten fest, dass der Geräuschpegel der Fabrik während dieser Zeit deutlich leiser war. Als wir dann mal einen Mitarbeiter ansprachen, der für die Wartung des Gerätes vor Ort war, gab dieser an er sei von einer unabhängigen Firma, die von der Fabrik/RWE selber beauftragt wurde. Für uns eine Erklärung, weshalb sich der Lärm während dieser Zeit im Rahmen hielt und deutlich lauter wurde, als das Mess-Gerät wieder weg war. Und genau so läuft es sicher auch bei allen anderen Messungen…

  • KARL HEINZ SCHNEIDER

    So geschieht es leider immer wieder.
    Da steht eine Fabrik, eine Autobahn, ein Schützenplatzt oder etwas ähnliches seit Jahrzehnten oder länger.
    Dann kommt die feine studierte Geselkschaft und sucht günstigen Wohnraum, obwohl die Kenntnis von der nahen Fabrik gegeben sein müsste.
    Kaum kommt man von farfaraway und schon wird sich beschwert.
    Für mich schwer nachvollziehbar.
    Und die Gerichte sorgen dann dafür, das der Wunsch eines Einzelnen odrr eine kleinen Gruppe durchgesetzt wird.
    Sozial wäre, in Kenntnis der Umstände, die Einschränkungen zu akzeptieren.
    Assozial ist seinen eigene Willen durchzusetzten kostet es was es wolle.

    • Martina Kohls

      Sehr geehrter Herr Schneider,

      ich gehöre weder zur ,,feinen studierten Gesellschaft,,noch suche ich günstigen Wohnraum.
      Ich bin in Frechen geboren und aufgewachsen, wohne seit 37 Jahren auf der Sandstrasse in unserem Einfamilienhaus und bin mit diesem Problem also schon lange vertraut und tag täglich konfrontiert.
      Es als assozial zu betiteln, das wir uns für unsere Belange einsetzen, und auch die Interessen vieler Frechener Bürger vertreten, finde ich unfair.

      Die Verschmutzung wird immer mehr und ich denke es ist unser gutes Recht uns dagegen zu wehren.
      Das die Reinigungsanlagen offenbar nicht zuverlässig arbeiten wird ja auch von Herrn Nörthen eingeräumt .
      Vielleicht haben Sie ja das Glück ,in einem Stadtteil zu wohnen , wo Sie nicht von dieser permanenten Verschmutzung betroffen sind und es aus diesem Grund auch nicht nach vollziehen können.
      Aber Sie können uns gerne besuchen um sich vor Ort selber ein Bild davon zu machen.

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