Kunst trifft Technik – Keramik aus dem 3D-Drucker

 

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag "linie I lines I linea", drei Objekte für das Handgelenk, gewann Helena Boddenberg einen ersten Preis.<br>Foto: Susanne Neumann

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „linie l lines l linea“, drei Objekten für das Handgelenk, gewann Helena Boddenberg einen ersten Preis.
Foto: Susanne Neumann

3D-Druck ist ein wichtiges Schlagwort für die Industrie 4.0. An keinem anderen Verfahren lassen sich innovative Techniken der Zukunft so gut festmachen. Es ermöglicht nicht nur Produktionen in kleinen Losgrößen, es bricht auch bisherige Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten auf. Spannend ist also die Frage, inwieweit dieses Verfahren auch in der Kunst angewandt werden kann. Ihr geht die Wettbewerbsausstellung „Kunst trifft Technik –Keramik aus dem 3D-Drucker“ nach.

Vom 8. September 2019 bis zum 23. Februar 2020 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs zu sehen, den das KERAMION gemeinsam mit der WZR ceramic solutions GmbH aus Rheinbach bereits im letzten Jahr ausgelobt hat. Von den eingereichten Entwürfen wurden im 3D-Verfahren zehn Beiträge in keramisches Material umgesetzt.

Die Einzelkünstlerinnen und Künstler bzw. Designerninnen und Desiger sowie die Künstlerinnen und Künstlerduos sind Marco Wallraf, Dana Sáez, Daniel Rauch, Oliver Pietern, Levente Kiss und Christian Heuchel von O & O Baukunst, Arthur Homa, Steffen Hartwig, Johannes Friedrich Choe, Emilie Burfeind/Andreas Grimm und Helena Boddenberg.

Die Preisträger Emilie Burfeind und Andreas Grimme bedienten sich bei ihrem Wettbewerbsbeitrag "Floating Water" einer digitalen Simulation von Wasser. <br>Foto: Susanne Neumann

Die Preisträger Emilie Burfeind und Andreas Grimme bedienten sich bei ihrem Wettbewerbsbeitrag „Floating Water“ einer digitalen Simulation von Wasser.
Foto: Susanne Neumann

 

So unterschiedlich die kreativen Hintergründe der Teilnehmenden sind, so vielfältig sind auch die Formergebnisse, die das Manuelle immer mehr ins Digitale verlagern.

Die Jury hat entschieden, den ersten Preis aufgrund der außergewöhnlichen Qualität von zwei Positionen zu teilen: So erhielten Helena Boddenberg für ihre Schmuckobjekte „linie l lines l linea“ ebenso als Preis eine Serie von zehn gedruckten Exemplaren des ausgewählten Objektes wie auch das Duo Emilie Burfeind und Andreas Grimm für die Objektgruppe „Floating Ceramics“. Der dritte Preis, fünf gedruckte Exemplare des ausgewählten Stücks, ging an Oliver Pietern, MONOCHOMEandMINIMal für seine Arbeit aus der Serie „PERMUTATION“.

Preisträger und Jurymitglieder des Wettbewerbs 3D-Druck Keramik im Keramion

Preisverleihung am 8. Sptember während der röffnung im KERAMION: (v.l.) Andreas Grimm, Emilie Burfeind (1. Preis), Dr. Wolfgang Kollenberg (WZR ceramic solutions GmbH), Gudrun Schmidt-Esters (KERAMION), Prof. Dr. Markus Holzbach, (HfG Offenbach), Oliver Pietern (3. Preis) und Helena Boddenberg (1. Preis)
Foto: Susanne Neumann

 

„Dass das Projekt der Wettbewerbsausstellung im keramischen 3D-Verfahren etwas ganz besonderes ist, zeigt die Übernahme der Schirmherrschaft durch Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie“, freut sich Museumsleiterin Gudrun Schmidt-Esters während der Eröffnung am 8. September.

Gemeinsam mit Herrn Dr. Kollenberg, Geschäftsführer der WZR ceramic solutions GmbH  in Rheinbach hat sie bereits 2018 einen Wettbewerb zu diesem innovativen Herstellungsverfahren ausgelobt. Ziel war es, Künstler, Keramiker und Designer für diese neuen Formgebungsverfahren zu interessieren und auch die Besucher auf eine Technik aufmerksam zu machen, deren ästhetische Nutzungsmöglichkeiten noch längst nicht absehbar sind.

(Text: Keramion/Red.)

Ausstellung vom 8.9.2019 – 23.2.2020
KERAMION, Bonnstraße 1, 50226 Frechen

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag + Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr
Samstag: 14.00 – 17.00 Uhr