„PLACE TO BE“: Raumkonzepte von Ursula Krenzler, Susanne Pareike und Dietmar Teßmann

„PLACE TO BE“ lauten Titel und Thema der aktuellen Ausstellung vom Kunstverein zu Frechen im oberen Foyer des Stadtsaals. Zu sehen sind Arbeiten der beiden Künstlerinnen Ursula Krenzler und Susanne Pareike und des Künstlers Dietmar Teßmann. Alle Drei leben und arbeiten in Köln und haben ihre Ateliers im Bürgerhaus Stollwerk. Das vieldeutige Thema der Ausstellung “PLACE TO BE“ entsteht in dieser nachbarschaftlichen Situation und beschäftigt sich mit Raumkonzepten, mit Innen- und Außenräumen als Grundlage von Existenz.

Ursula Krenzler

Der künstlerische Ansatz ist verschieden: Ursula Krenzler arbeitet in der Regel malerisch, um expressive Farbräume zu schaffen. Unterschiedliche Abstraktionsgrade ergeben ein variantenreiches Spannungsfeld zwischen Flächigkeit und Räumlichkeit.

"Schwimmbad" von Ursula Krenzler, Exponat der Ausstellung "PLACE TO BE" vom Kunstverein zu Frechen im Stadtsaal. Foto: Susanne Neumann

„Schwimmbad“ von Ursula Krenzler, Exponat der Ausstellung „PLACE TO BE“ vom Kunstverein zu Frechen im Stadtsaal.
Foto: Susanne Neumann

Die Malerin studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dann von 1978 – 1983 Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Münster bei Prof. V. Erhardt und Prof. W. Troschke. Studienschwerpunkte waren Zeichnung und Malerei. Das Thema ihrer Abschlussarbeit hieß “Wandlung – Verwandlung, Zeichnungen zu Gedichten von Paul Celan”.

Susanne Pareike

Susanne Pareikes Medium ist vor allem die analoge Fotografie. Ein Teil ihrer Arbeiten sind Polaroidaufnahmen, die in ihrer „Rohheit“ den Augenblick festhalten. In vergrößerten Prints, zum Beispiel auf Büttenpapier, erfahren sie eine Veredelung und gewinnen Objektcharakter.

Fotografie "Rote Stühle" von Susanne Pareike in der Ausstellung "PlLACE TO BE" vom Kunstverein zu Frechen auf der Galerie im Stadtsaal.

Auf der Galerie sind die Arbeiten der Fotografin Susanne Pareike zu sehen, hier eine vergrößerte Fotografie mit dem Thema „Rote Stühle“. Die Ausstellungsumgebung im Frechener Stadtsaal spiegelt sich in den Exponaten. Foto: Susanne Neumann

Die Künstlerin studierte an den Werkkunstschulen in Hamburg und Münster und graduierte als Designerin. Von 1977 an studierte sie an der Ruhr-Universität Bochum Sozial-Wissenschaft und Pädagogik. Sie arbeitete in Essen und Köln als Pädagogin und Kunsttherapeutin. Ihre künstlerische Aktivität ist häufig inspiriert von Räumen, Gebäuden, Landschaften in visuellen Verbindungen zwischen Fotografie (digital, analog, Polaroid, Dia), Video, Akustik und traditionellen Techniken (Zeichnung, Malerei und Keramik).

Dietmar Teßmann

Dietmar Teßmann baut kleine Raummodelle als Miniaturbühnen für Akteure in entrückten Lichträumen. Die Akteure lassen teils figürliche Assoziationen zu, teils treten sie aber auch als dreidimensionale geometrische Formen auf.

Miniaturbühnenbild ohne Titel von Dietmar Teßmann - Ausstellung "PLACE TO BE" - Kunstverein zu Frechen

In kleinen Schaukästen erschafft Dietmar Teßmann Bühnenbilder in Miniaturformat, in denen das Licht mit Papierkegeln und Farben spielt. Foto: Susanne Neumann

Dietmar Teßmann studierte Bühnenbild an der Hochschule der Künste (HDK) Berlin. Er arbeitet nach Bühnenbildassistenzen am Schauspielhaus Bochum seit 1991 als freier Bühnenbildner für verschiedene Bühnen in Deutschland, u. a. für das Theater im Bauturm in Köln und das Landestheater Neuss. Von dieser Tätigkeit ist auch seine Arbeit als freischaffender Künstler (Malerei und Objekte) geprägt. Dietmar Teßmann lebt und arbeitet in Köln.

Text/Quelle: Kunstverein zu Frechen

Die Ausstellung „PLACE TO BE“  im oberen Foyer des Stadtsaals
ist vom 06. bis 16. Juni 2018 geöffnet
Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr