Rubrik Themen

Jubiläumsallee in Bachem: Auftragnehmer muss neu pflanzen

Schwarzerlen in der Jubiläumsallee an der Carl-Goerdeler-Straße in Frechen-Bachem

In einer Stellungnahme zum Zustand der Jubiläumsallee in Bachem weißt die Stadtverwaltung fachliche Fehler bei der Planung der Allee zurück und verbietet sich Aussagen und Spekulationen über ihr Gelingen durch die Stadtbetrieb Frechen GmbH. Gleichzeitig räumt die Stadt Versäumnisse bei der Pflege der jungen Bäume ein, die sie aber nicht zu verantworten habe. Die Firma, die in 2017 mit der Pflanzung der Allee beauftragt wurde, müsse auf deren Kosten nach- und neupflanzen, wo es erforderlich sei.

Baumsterben in der Jubiläumsallee in Bachem

Baumreihe an der Carl-Goerdeler-straße Richtung Ortsausgang Bachem

Insgesamt 52 Schwarzerlen wurden seit Herbst 2017 entlang der Carl-Goerdeler-Straße in Frechen-Bachem gepflanzt. Nun sind neun von ihnen offenbar tot oder so gut wie, für 37 weitere Jungbäume besteht nach Einschätzung der Stadtbetrieb Frechen GmbH kaum noch Hoffnung. Schuld seien vor allem fachlicher Murks bei Planung, Pflanzung und Pflege der jungen Allee – die trockenen Sommer 2018 und 2019 insofern nur nachrangig.

Fläche, Fläche, Fläche – und bloß nicht ans Klima denken!

Kommentar von Susanne Neumann

Die Frechener Politik hat immer noch nicht verstanden, dass man nicht weitermachen kann, wie bisher, meint Frechenschau.de-Herausgeberin Susanne Neumann. Ideen und Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung sucht man in Plänen und Konzepten für Frechen vergebens. Das zeigt gerade wieder die Debatte um das jüngst im Stadtrat beschlossene Gewerbeflächenkonzept – und um die Ausrufung des Klimanotstands.

Konzept für Gewerbeflächen in Frechen – Flächenversiegelung contra Klimaschutz

Bald Gewerbefläche zwischen Krankenhaussiedlung und A4

Der Frechener Rat hat vergangene Woche ein Gewerbeflächenkonzept für die Stadt verabschiedet. Es sieht unter anderem auf dem Acker zwischen Krankenhausstraße, Bonnstraße und Autobahn 4 ein neues Gewerbegebiet vor. Vor allem deswegen stimmte die grüne Ratsfraktion gegen das Konzept. Die Versiegelung immer neuer Flächen schade dem Klima und sei nicht nötig. Stattdessen könnten die bestehenden Gewerbeflächen besser ausgenutzt werden.

Bürgeranregungen im Stadtrat – Hundekotbeutelspender für die Jubiläumsallee

Jubiläumsalle in Bachem mit Hund und Halterin

Am Feld von Gut Neu-Hemmerich in Frechen-Bachem werden Entsorgungsstationen für Hundekot installiert. Das beschloss der Stadtrat am Dienstag aufgrund einer Bürgeranregung. Drei weitere Anregungen aus der Bürgerschaft, die auf der Tagesordnung standen, kamen nicht durch: Mehr Platz für Sportler in Königsdorf, kostenfreies Stadtbahnfahren auf Frechener Stadtgebiet und die Berufung eines Fahrradbeauftragten. § 24 der Gemeindeordnung von NRW gibt jeder Bürgerin und jedem Bürger das Recht, sich mit derlei Anregungen oder Beschwerden an ihren Rat zu wenden.

„Es gibt kein Grundrecht auf Parkplatz“

Miriam Erbacher, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Frechener Stadtrat, im Interview bei Frechenschau.de-Redakteurin Susanne Neumann.

„Wer in Frechen Grün wählt, bekommt CDU-Politik“, ätzte SPD-Mann Jürgen Weidemann im Frechener Stadtrat, als dort am 7. Mai über die Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung zu entscheiden war. Denn die Jamaika-Koalition hatte – ihrem Koalitionsvertrag von 2014 folgend – zur Sitzung beantragt, die einzuführende Satzung dürfe nicht für Privatgärten gelten. Ein derart sinnentleerter Baumschutz dürfte die dickste Kröte sein, die die Frechener Grünen für Ihre Teilnahme an einer Mehrheitskoalition zu schlucken hatten. Doch Zwickmühlen tun sich auch bei anderen Themen auf. Über den Zustand der Jamaika-Koalition und grüne Politik in Frechen sprach Miriam Erbacher im Interview – und fügte auf Anfrage noch ein Statement zur Europawahl hinzu.

„Wir wollen uns mehr auf die Stärken von Frechen stützen.“

Aktivkreis Frechen, Vorstand: Peter Metz (zweiter Vorsitzender), Volker Janzen (erster Vorsitzender), Björn Goetze

Wenn samstags nachmittags bei Musik und Tanz in der Fußgängerzone der Frechener Innenstadt „der Bär steppen“ würde, hätten auch alle Läden bis abends auf – „einfach um das Geschäft noch mitzunehmen“, kalkuliert Peter Metz, der zweite Vorsitzende vom Aktivkreis Frechen. Mit ihm und dem ersten Vorsitzenden, Volker Janzen, sowie mit Björn Goetze, ebenfalls Vorstandsmitglied des Aktivkreises, traf sich Susanne Neumann für Frechenschau.de, um über die Entwicklung der Frechener Fußgängerzone und Einkaufsmeile auf der Hauptstraße zu sprechen.

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