Rubrik Themen

„Meine Stadt, aus der ich komme, wird sich dramatisch verändern!“

Susanne Stupp, Bürgermeisterin von Frechen, im Interview

Wie stehen Sie zum Kohleausstieg und was kommt danach? Welche Weichen müssen gestellt werden, damit Frechen eine Zukunft als lebenswerte Stadt hat? Der Strukturwandel war im Interview mit Bürgermeisterin Susanne Stupp (CDU) das beherrschende Thema. Doch auch zu verschmutzen Straßen, zu den Straßenbaubeiträgen, die die Stadt von Anliegern kassieren muss, oder zu neuen Wohngebieten in Frechen sagte sie ihre Meinung. Als Verwaltungschefin und stimmberechtigte Vorsitzende des Stadtrats verriet sie außerdem, warum sie die Verwaltung umkrempeln muss und was sie von der Entscheidung des Stadtrats für einen technischen Beigeordneten hält …

„Ganz Frechen profitiert und wir haben den Dreck“

Anwohnr der Brikettfabrik Wachtberg in Frechen Benzelrath trafen sich im November wegen der Staubniederschläge

In der Nachbarschaft der Brikettfabrik Wachtberg in Frechen-Benzelrath verschmutzt grober Kohlestaub die Häuser und Grundstücke der Anwohner. Wiederholte Beschwerden genervter Anlieger bei RWE Power, dem Betreiber des Kohleveredelungsbetriebs, und bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, nützten bislang wenig. Die Grenzwerte für Staub-Immisionen würden in der Umgebung der Fabrik deutlich unterschritten, zuckt man bei der Aufsichtsbehörde mit den Schultern. Weil der Gesetzgeber die Staubeinträge pro Tag und Quadratmeter aufs Jahr mittelt, werden vereinzelte Grenzwertüberschreitungen einfach nivelliert.

VEP: Einbahnstraße Clarenbergweg als erste umgesetzte Maßnahme im Verkehrsentwicklungsplan

Durchfahrverbot Clarenbergweg als VEP Projekt

Vor zwei Jahren haben die zuständigen Ausschüsse der Stadt Frechen die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) beschlossen. Er enthält 49 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsabwicklung in Frechen. Erst vor wenigen Tagen wurde die erste Maßnahme umgesetzt: eine Einbahnstraßenregelung für den Clarenbergweg. Zu den Projekten, denen vor zwei Jahren höchste Dringlichkeit beschieden wurde, zählt die Maßnahme nicht. Doch die mit höchster Priorität lassen auf sich warten. Ein Grund: der Stadtverwaltung fehlt es an qualifiziertem Personal.

„Wir brauchen deutlich mehr Wohnungen, die bezahlbar sind.“

Achim Leirich, Geschäftsführer der GWG Rhein-Erft Wohnungsgesellschaft, in Hürth

Achim Leirich ist Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft Rhein-Erft. Die gehört zu den drei großen Wohnungsanbietern in Frechen im sozialen Bereich. Gerade hat der Rat der Stadt Frechen entschieden, ein städtisches Grundstück an der Toni-Ooms-Straße und Alfred-Nobel-Straße an die GWG Rhein-Erft zu verkaufen, die dort einen Neubau mit 80 Wohnungen plant, die Hälfte davon sollen Sozialwohnungen werden. Inwieweit das Projekt die angespannte Lage am Wohnungsmarkt in Frechen entspannen könnte und wo es sonst noch Potentiale für bezahlbaren Wohnraum in Frechen geben könnte, darüber sprach Achim Leirich im Interview mit Frechenschau.de.

Neue Preise fürs Trinkwasser in Frechen ab Januar

eine Abrechnung

Die Rheinenergie rechnet ab dem 1. Januar 2018 das Trinkwasser nach einem neuen Berechnungsmodell ab. Der Preis für den verbrauchten Kubikmeter sinkt, der Grundpreis wird angehoben. Dadurch sollen Haushalte mit hohem Wasserverbrauch entlastet werden, Haushalte mit wenig Wasserverbrauch zahlen mehr. Das neue Preismodell sei für Rheinenergie erlösneutral, versichert der Energieversorger. Und es sei gerechter. Doch im Ausschuss für Bauen, Verkehr und Umwelt äußerten sich einige Stadtverordnete skeptisch über das neue Preismodell.

Internet per Glasfaser in Frechen: Unternehmer beklagen Lücken in der Breitbandversorgung

Breitbandatlas (http://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html), Ausschnitt Frechen Aufmacher

„Digital“ und „kreativ“ sind die Leitworte, die die städtische Wirtschaftsförderung für den zukunfts- und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Frechen ausgegeben hat. Schnelles Internet gehört da zu den wichtigsten Standortfaktoren. Doch obwohl flächendeckend Glasfaserleitungen zur Breitbandversorgung von Frechen verlegt wurden, steht Highspeed-Internet nicht überall zur Verfügung. Das beklagten auch Frechener Unternehmer beim Jahresausklang der städtischen Wirtschaftsförderung letzte Woche.

„Wir wollen nicht hören, was nicht geht, sondern was geht!“

Horst Winkelhag in seinem Haus in Frechen

Rund 180 Betriebe in Frechen sind Mitglieder der Interessenvereinigung Frechener Unternehmer (IFU). In der Öffentlichkeit und gegenüber Politik und Verwaltung vertritt in erster Linie ihr langjähriger Vorsitzender Horst Winkelhag die Belange der Frechener Wirtschaft. Frechenschau.de-Redakteurin Susanne Neumann besuchte den Unternehmensberater in seinem Haus in Frechen und sprach mit ihm über seinen Wirkungskreis.

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