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Bundestagswahl: So funktionieren Direktkandidaturen

Von den acht Direktkandidaten im Wahlreis Rhein-Erft-1 (91) selbst zur Verfügung gestellte Fotos: Dierk Timm (SPD), Zeki Gökhan (Linke), Rüdiger Warnecke (Bündnis 90/Grüne), Marius Hövel (Piraten), Christian Pohlmann (FDP), Dr. Georg Kippels (CDU), Tevfik Çelikkan (parteilos), Franz Pesch (AfD)

Was wäre, wenn die Hälfte aller Abgeordneten im Deutschen Bundestag keiner Partei angehörten und ihr Mandat keiner Partei und keiner Liste verdankten? Mehr Vielfalt in der Demokratie und weniger Politikverdrossenheit gäbe es dann, glaubt Tevfik Çelikkan. Der 50-jährige Frechener ist für seine Vision bei der Bundestagswahl angetreten – als parteiloser Direktkandidat in seinem Wahlkreis Rhein-Erft I. Doch seine Chancen gehen nahezu gegen Null. Die Parteien dominieren den Wahlkampf.

Nur sechs von acht Direktkandidaten konnten sich präsentieren

Kommentar von Susanne Neumann

Die lokale Presse und das Lokalradio der DuMont Mediengruppe hatten sechs von den acht Direktkandidaten zur Wahl des Bundestages im Wahlkreis Rhein-Erft 1 zur öffentlichen Podiumsdiskussion in den Frechener Stadtsaal eingeladen. Dort stellten sie sich am Montagabend den Fragen von zwei Journalisten und aus dem Publikum. Die lebhafte Diskussion brachte einiges Erhellendes zu Tage – umso kritischer, dass der Kandidat der Piraten und ein parteiloser Kandidat nicht die Chance hatten, sich auch in diesem Rahmen in den dominierenden Lokalmedien zu präsentieren.

Initiative zur Verschönerung der Hauptstraße: Leere Läden als Galerien

Im Vorbeigehen verfolgen Passanten, wie Horst Thelen (l.) und Peter Klaucke Bilder im Schaufenstern des Lades auf der Hauptstraße 81 aufhängen.

In dem leer stehenden Ladengeschäft an der Hauptstraße verwirklicht Walburga Maraite eine ihrer Ideen zur Gestaltung der Frechener Innenstadt. Die Self-Made-Frau hat sich an den Makler des Ladens gewendet und ihm vorgeschlagen, in Schaufenstern Werke von kreativen Leuten auszustellen, solange das Geschäft leer steht. Dr. Claus Poschen war sofort begeistert: Seit heute hängen in seinem Ladenlokal entlang der Schaufensterfront Werke von Peter H.H. Klaucke.

3. Frechener Kneipenfestival: Fünf Bühnen, sieben Bands und ein Singer-Songwriter

Andrea Wiethüchter und Frank Winkel beim zweiten Frechener Kneipenfestival

Vor allem Spaß soll es machen: Am Samstag startet das Frechener Kneipenfestival nach 2015 und 2016 zum dritten Mal. Wieder sind es fünf Gaststätten in der Innenstadt, in denen lokale Bands bei freiem Eintritt parallel auftreten. Das Publikum darf wechseln: In zeitgleichen Konzertpausen zieht, wer mag, zur nächsten Band. Sängerin Andrea Wiethüchter und Gitarrist Frank Winkel sind Mitglieder der Initiative „Rockbüro Frechen“, die das „Kneipenfestival“ ins Leben rief. Ihre Band Koveron tritt wieder im Ratskeller auf.

Frechener Künstler Peter H.H. Klaucke erahnte Trumps Hirngespinste

Trump im Mount Rushmore, Aquarell/Karikatur von Peter H.H. Klaucke

Schon kurz nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump zeichnete der Maler und Illustrator Peter H.H. Klaucke aus Frechen-Königsdorf diese Karikatur – und leistete damit Visionäres: Seit wenigen Tagen ist die Idee vom Trump’schen Konterfei neben denen der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln im berühmten Mount Rushmore in South Dakota aktueller denn je.

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