Spielplätze gesperrt – Betriebshof geschlossen

Sperrung Spielplatz "an der Synagoge"

Wie alle anderen Spiel- und Bolzplätze in Frechen ist auch der auf der Grünfläche „An der Synagoge“ wegen der Corona-Virus-Epidemie gesperrt.
Foto: Susanne Neumann

Seit gestern sind wegen der Corona-Virus-Epidemie in Frechen alle Spiel-, Sport- und Bolzplätze bis auf weiteres gesperrt. Damit solle vermieden werden, „dass große Menschenmengen bei dem aktuell guten Wetter zusammenkommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Frechen. Die Sperrung der Spielplätze (auch Skateanlagen, Bouleplätze, öffentliche Tischtennisplatten u.ä.) ist Teil einer „Allgemeinverfügung der Stadt Frechen zur Verhütung der Übertragung und Begrenzung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 („Corona-Virus“).“ Auf der städtischen Homepage ist die Verfügung mit allen Hinweisen unter www.stadt-frechen.de/coronavirus abrufbar.

Restaurants: Auswärts essen untersagt

Der Verfügung zufolge ist jetzt auch Essen in Restaurants, Speisegaststätten – auch solchen in Hotels und Pensionen – sowie in Imbissen ausnahmslos untersagt. Gestattet sind den Gastronomiebetrieben lediglich Abhol- und Lieferservice-Angebote, Drive-In-Schalter oder sonstiger Außer-Haus-Verkauf.

Einkaufen: Nur Grundversorger habe auf

Geschäfte, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen, sind weiterhin geöffnet, im Einzelnen sind das:

– Lebensmittel- und Getränkemärkte

– Wochenmärkte

– Tierbedarfsmärkte

– Abhol- und Lieferdienste

– Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien

– Tankstellen

– Kioske, Bäckereien und Metzgereien (nur „Thekenverkauf“, kein Vor-Ort-Verzehr oder

Aufenthalt)

– Poststellen, Banken und Sparkassen

– Friseursalons und Kosmetikstudios

– Reinigungen und Waschsalons

– Zeitungsverkauf

– Bau- und Gartenbaubedarf

– Großhandel

Alle weiteren Geschäfte, die der behördlichen Definition nach nicht der täglichen Versorgung dienen, wie beispielsweise Bekleidungsgeschäfte, Schmuck- und Uhrengeschäfte sowie Floristik-Geschäfte sind bis auf weiteres geschlossen.

Wochenmarkt Freitag

Kaum Publikum: Der Wochemarkt (nur Lebensmittelhändler) am Freitagmittag in der Innenstadt.
Foto: Susanne Neumann

Bürgertelefon

Die Stadt Frechen selbst hat den Publikumsbetrieb in Rathaus und Bürgeramt eingeschränkt, um Wartezeiten in größeren Gruppen zu vermeiden. Bürgerinnen und Bürger werden aktuell darum gebeten, sich mit der jeweiligen Sachbearbeiterin oder dem Sachbearbeiter ausschließlich telefonisch oder per E-Mail in Verbindung zu setzen.

Seit gestern (Donnerstag, 19. März 2020) bietet die Stadt über die Rufnummer 0700 501 70000 ein Bürgertelefon zu Fragen rund um die Corona-Virus-Epidemie an, und zwar montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Fragen per E-Mail an buergertelefon@stadt-frechen.de zu stellen.

Müllentsorgung: Betriebshof für Publikum geschlossen

Der Stadtbetrieb Frechen hat den Betriebshof in der Gottlieb-Daimler-Straße bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Ab sofort sind damit Leistungen wie die persönliche Abholung von Abfallsäcken aller Art, auch von Hundekotbeuteln, die Ausleihe von Absperrmaterial, die Bestellung und Barzahlung von Sperrmülltaxis oder die persönliche Anmeldung von Sperrmüllentsorgungen nicht mehr möglich.

Samstags-Annahme bis einschließlich 18. April ausgesetzt

Auch die Samstags-Annahme von jeglichem Abfall wird zunächst bis Samstag, den 18 April ausgesetzt. Bislang besteht aber weiterhin die Möglichkeit, Abfälle über die Abfallentsorgungsanlage des Rhein-Erft-Kreises in Haus Forst zu entsorgen:

Haus Forst, 50170 Kerpen-Manheim, Telefon: 02275/92200, montags-freitags 08:00 – 16:00 Uhr, samstags 08:00 – 12:00 Uhr

Abfallkalender gilt

Die reguläre Hausmüllentsorgung findet weiterhin statt. Restmüll, Bioabfälle, Grünschnitt, Papier und Leichtstoffverpackungen (Gelbe Tonne / Gelber Sack) werden abgeholt wie im Abfallkalender 2020 des Stadtbetriebs Frechen ausgewiesen. Bereits vergebene Sperrmülltermine bis zum 28.04.2020 sollen noch bedient werden, neue Sperrmülltermine können jedoch frühestens ab dem 04.05.2020 beantragt werden.

Müll vermeiden

Die beschriebenen Maßnahmen in der Abfallentsorgung sind Teil eines Notfallplans für den Stadtbetrieb Frechen. Geschäftsführer Hans Peter Wolle bittet um Verständnis: „Unser Hauptanliegen ist es, dass weiterhin möglichst ausreichend Personal zur Verfügung steht, um die systemrelevanten Kernaufgaben, darunter die Aufrechterhaltung der regulären Hausmüllentsorgung im Stadtgebiet, aufrechterhalten zu können.“

Es sei durchaus nachvollziehbar, dass die Menschen die Zeit nutzten, um im Haus aufzuräumen und zu entrümpeln. „Wir bitten die Bevölkerung jedoch sehr darum, ihre Abfälle nicht vor dem geschlossenen Wertstoffhof oder in freier Natur zu entsorgen und so den Service des Betriebes zu überfordern.“ Dazu gehöre auch, dass Abfälle nicht im öffentlichen Raum, sei es im Stadtzentrum, auf den Friedhöfen oder auf den Spielplätzen deponiert werden.

Einmal mehr wird darauf hingewiesen, dass die öffentlichen Mülleimer nicht für die Entsorgung von Restmüll vorgesehen sind. Hans Peter Wolle: „Es kann davon ausgegangen werden, dass insbesondere Hausmüll in den kommenden Wochen zunehmen wird. Es gilt Müll zu vermeiden, Verpackungen gut zu falten, nur die Behälter der Hausmüllentsorgung zu nutzen und einen Beitrag zur Stadtsauberkeit zu leisten. Das muss mit oberste Priorität haben.“

Infizierten oder in Quarantäne befindlichen Menschen wird geraten, ihre Hygieneabfälle wie Taschentücher in einer Tüte verknotet im Hausmüll entsorgen.

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